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Rechner, Tablet oder doch lieber Notebook?
K. Sloot Offline
#1 Geschrieben : Samstag, 20. Juli 2013 09:40:05(UTC)
K. Sloot


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Tablet, Notebook oder stand-alone Rechner?

Seit einigen Jahren schwören immer mehr Leute auf Tablet-PCs oder Notebooks, der Rechner stirbt eigentlich aus. Aber ist dem wirklich so?

Auf dem ersten Blick mag diese These stimmen.
Bei genauerer Betrachtung leisten Tablet-PCs und Notebooks nicht das, was Rechner leisten können.
Es zeigen sich einige Argumente auf, die für den einfachen Rechner sprechen.

Das erste Argument wäre, dass bei vielen Tablets zwar mit „Multitasking“ geworben wird, dies aber eigentlich nur in abgespeckter Form möglich ist.
Man kann zwar Musik hören und gleichzeitig im Web surfen, oder eine andere App öffnen. Es ist allerdings nicht möglich, zwei Apps gleichzeitig laufen zu lassen und sich diese nebeneinander anzeigen zu lassen.
Viele Leute, ob privat oder auf der Arbeit, arbeiten mit mehreren Programmen gleichzeitig. So ist oft ein Mail-Programm offen (z.B. Outlook), um in ständigem Kontakt mit Ihren Kollegen zu stehen, nebenbei sind Sie im Web, um etwas zu recherchieren. Auf der anderen Hälfte des Bildschirms ist ein Schreibprogramm geöffnet (z.B. Word), um die Informationen gleich zu verarbeiten.
Dieses parallele arbeiten mit Programmen ist mit Tablets nicht möglich, da ein Programm immer im Vordergrund läuft.

Dies führt nun auch zum zweiten Argument: Ein Tablet hat nur ein Bildschirm!
Bei der Flut an Programmen die oftmals gleichzeitig laufen ist es oft notwendig, diese auf mehrere Bildschirme zu verteilen.
Ein Tablet ist dazu gedacht, bequem von überall arbeiten zu können.
Angenommen es werden mehrere Programme benötigt um diese Arbeit auszuführen, und es wird deshalb wohlmöglich an zwei, oder sogar drei Monitore gearbeitet. Dann ist die Arbeit am Tablet nicht sonderlich bequem, da ständig zwischen den Programmen wechseln werden müsste.
Man müsste also mehrere Monitore an dem Tablet anschließen, was nebenbei, bei den meisten Tablet-PCs gar nicht möglich ist. Also müssten zwei, bzw. drei Tablet-PCs angeschafft werden, um wie gewohnt arbeiten zu können.
Ist das ganze Unterfangen nun immer noch bequem?!

Man kann also meistens keinen weiteren Monitor am Tablet anschließen. Was ist aber mit Peripheriegeräten (z.B. USB)?
Dies funktioniert auch nicht immer, da viele Tablet-PCs gar nicht die Möglichkeit haben, ein USB-Gerät anzuschließen.
Es ist zwar möglich, Tablet-PCs mit Bluetooth oder W-LAN mit einem Rechner zu verbinden, um Daten auszutauschen, aber in den meisten Fällen dauert dieser Prozess sehr lange.
Beim einfachen Rechner dagegen ist das gar kein Problem. Wenn keine USB-Slots mehr frei sind, dann wird einfach ein USB-HUB angeschlossen.
Schon stehen einem mehr USB-Slots zur Verfügung.

Es gibt zwar Möglichkeiten, Bilder, Videos und Musik mit einem Tablet zu schneiden, allerdings sind die „Profi-Programme“ für dieses Vorhaben nur für einen Rechner, bzw. Notebook erhältlich.
Die Rede ist hier von Photoshop, Final Cut Pro und vielen weiteren Programmen.
Es ist nicht möglich, diese professionellen Programme auf einem Tablet ordnungsgemäß auszuführen. Zudem ist das Ergebnis an einem einfachen Rechner in den meisten Fällen besser als an einem Tablet.

Ein weiterer Nachteil von Tablet-PCs ist, dass Texte oder Tabellen, die eine „normale“ und überschaubare Größe übersteigen, oft nicht einfach zu lesen sind, da man immer am hin und her wischen ist, um alles zu sehen.
Es ist zwar möglich den Zoomfaktor zu verändern um alles in einem Blick sehen zu können, nur meistens wird dann alles so klein, dass gar nichts mehr lesbar ist, was dort geschrieben steht.

Alles, was bis hier genannt wurde, ist nur „Contra“ Tablet. Wie aber bereits zu beginn gesagt, gibt es auch Dinge, die weder mit Tablets, noch mit Notebooks realisierbar sind.
Spiele, vor allem 3D-Spiele, lassen sich zwar mit einem aktuellen Notebook auf sehr hohen Grafik-Einstellungen spielen, wenn allerdings in ein paar Monaten ein Spiel mit einer neuen, besseren Grafik kommt, möglicherweise sogar eine neue Grafik-Engine, dann lässt sich diese hohe Grafik-Einstellung mit einem Notebook oftmals nicht mehr realisieren.
Es mag sein, dass man bei einigen Notebooks diverse Komponenten austauschen kann, dies ist allerdings nur bis zu einem gewissen Rahmen möglich und schließt oft nicht den Grafikchip mit ein.
Hier ist nur ein stand-alone Rechner über einen größeren Zeitraum von nutzen.

Ein weiteres Problem ist die Speicherkapazität.
Während man bei Rechnern von Terrabyte spricht, erreichen die Tablet-PCs nicht einmal einen halben.
Sollte nun die Speicherkapazität auf dem Tablet-PC zu gering sein, dann führt kein Weg daran vorbei, etwas zu löschen. Ist bei einem Notebook zu wenig Speicher vorhanden, ist es bei den meisten Notebooks nicht möglich, eine weitere Festplatte einzubauen. Bei einem PC ist dies meist kein Problem.
Somit ergibt sich bei einem einfachen Rechner die Möglichkeit, den zur Verfügung stehenden Speicher ständig zu erweitern.

Dies ist auch ein Punkt des nächsten Arguments.
Ein Tablet kommt irgendwann in die Jahre, ein Notebook lässt sich auch nicht ständig aufrüsten.
Ein Rechner dagegen kann viel länger mit neuen Komponenten versorgt werden.

Das Pro-Argument für Tablets ist die Mobilität. Aber nur auf den ersten Blick.
Man ist zum Beispiel auf einer Geschäftsreise und möchte auch Unterwegs noch arbeiten, weil die Präsentation noch fertig muss. Kein Problem, denn diese kann im Flugzeug fertiggestellt werden.
Angenommen der Tablet-PC wird gestohlen, oder vergessen, dann ist der einzige Ort, an dem die Präsentation gespeichert ist gleich mit weg.
Bei einem PC hat man allerdings die Option, die Präsentation auf mehreren Medien zu speichern, z.B. USB-Stick, CD oder eine externe Festplatte. Es sind dann auf jeden Fall genügend Sicherheitskopien vorhanden, dass im Falle eines Falles immer eine Reserve vorhanden ist.

Mittlerweile ist bewiesen worden, dass ständiges arbeiten, ständige Erreichbarkeit und das fehlende Abschalten mit ein Grund für das sogenannte Burnout-Syndrom ist.
Ein Tablet-PC und auch ein Notebook sorgen für diese ständige Erreichbarkeit und für die Mobilität, von überall arbeiten zu können.
Ein Rechner hingegen zwingt einen dazu, auch mal abzuschalten. Dies verringert nicht nur das Risiko, die Gesundheit zu gefährden, es verschafft Ihnen nebenbei auch noch etwas mehr Freizeit.

Zusammenfassend sind die folgenden Argumente also ein eine Befürwortung für den einfachen PC:
• Multitasking
• Mehrere Bildschirme
• Konnektivität (z.B. USB)
• Musik-, Bild- und Videobearbeitung
• Überschaubarer bei größeren Tabellen/ Texten
• Gaming
• Geringere Einschränkung bei dem Speicherplatz
• Länger aufrüstbar
• Fester Standort und Diebstahlsicherer
• Gesundheit

Was haltet Ihr davon:
Wird der PC vom Markt verdrängt, oder sind die genannten Argumente ausschlaggebend, um sich weiterhin PCs zu kaufen?
Mit freundlichem Gruß
Ihr ITSCO Team
K. Sloot
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